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Burnout Ursachen

Burnout – plötzlich ist es da, aber woher kommt es?

Ein Burnout-Betroffener erzählt: "Ich fühle mich müde, kaputt, am Ende. Oft gehen mir auch all-tägliche Dinge nicht mehr von der Hand. Es ist nur noch Stress, und das seit Monaten. Ich habe auch gar keine Hoffnung mehr, dass das mal besser wird."

Kennen Sie diese Situation? Haben Sie das Gefühl „zu brennen“, aber kaum noch „Glut in sich haben“?

Burnout als Folge unseres eigenen Denkens

Wenn wir unter Dauerstress stehen, fühlen wir uns früher oder später allzu leicht ausgebrannt. Und wenn uns unter diesen Umständen jemand sagt, wir würden diesen Stress zum großen Teil selbst erzeugen, fühlen wir uns dann nicht erst recht missverstanden?

Unter Stress wird unser Körper nicht nur aufs Kämpfen oder Fliehen vorbereitet. Wir können uns in dieser Situation auch weniger in andere hinein versetzen! Bei einem Kampf ist das sinnvoll: Mitleid fördert nicht gerade das Überleben. Aber in alltäglichen Stress-Situationen werden wir mit der Zeit (und auf dem Weg ins Burnout) leider auch taub für „sinnvolle Anregungen“, wie zum Beispiel „Besser mit uns selbst umzugehen“. Auch wenn Sie es deshalb momentan noch nicht so recht glauben können: Lang anhaltender Stress entsteht selten nur durch äußere Umstände! Vielmehr erzeugen wir ihn durch unser eigenes Denken, oder halten ihn durch katastrophisierende Gedanken aufrecht!

Burnout als Folge „innerer Schläge“

Jeder Mensch ermüdet im Laufe des Tages. Normalerweise gehen wir ins Bett, schlafen, das Nervensystem und der Körper erholen sich, und am nächsten Tag sind wir wieder fit und munter. Nur deshalb leben wir etwa 80 Jahre. Der Federung eines Wagens geht es dagegen viel schneller kaputt. Sie kann zwar zigtausend Schlaglöcher aushalten, aber sie kann sich nicht erholen und bricht viel früher ein als wir. Das nennt man „Materialermüdung“. Übertragen wir dieses Gedan-kenspiel auf den Menschen, und auf den Weg in ein Burnout, sind die Schläge der Stress.

Nun meinen auch wir, dass es hauptsächlich die „äußeren Schläge“ sind, die uns stressen. Es sind aber viel mehr die hunderte von „inneren Schlägen“, die wir uns täglich selbst verpassen - durch Selbstzweifel und negative sowie selbstabwertende Gedanken. Daher reicht es nicht, lang genug zu schlafen, um die Folgen dieses Stresses abzubauen. Sondern wir müssen lernen uns von unnötigem, innerem wie äußerem Druck zu befreien. Und ihn möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen! Schaffen wir dieses, vermeiden wir chronische Überlastung und werden damit Burnout- sowie Stress-resistent!

Wie wäre es, wenn Sie sich beispielsweise viel öfter selbst loben und „aufbauen“? Wären das nicht dutzende von kleinen „Gegen-Burnout-Minis“, Mini-Erholungen, über den Tag verteilt?

Doch zunächst gehen wir davon aus, dass Sie unter „Burnout“ leiden, dem Ergebnis einer chroni-schen Stressbelastung, die sich in vielfältiger Erschöpfung (Burnout-Symptome) zeigt:
  • körperliche Erschöpfung: Energiemangel, chronische Müdigkeit, Schwächegefühl und psychosomatische Beschwerden
  • emotionale Erschöpfung: Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, innerer Leere und Reizbarkeit
  • geistig-mentale Erschöpfung: Leistungseinbußen, Konzentrations- und Merkstörungen, Kreativitätsmangel und einem Gefühl der Sinnlosigkeit
  • soziale Erschöpfung: Gefühl ausgesaugt zu werden und Rückzug aus der Gesellschaft. Dadurch entsteht oft ein „Teufelskreis“, bei dem die Gefahr zunimmt, dass der Arbeitsstress die Partnerschaft und Familie belastet.

Es ist in der Öffentlichkeit wohl leichter, davon zu sprechen, dass man „ausgebrannt“ ist und an einem „Burnout“ leidet, als die eigentlichen Diagnosen „Anpassungsstörung“, „Depression“, etc. zu verwenden. Doch ein Burnout ist nichts anderes, als der Weg in die Depression.

„De-pression“, der Druck nach unten oder innen, bedeutet eigentlich „Selbst-Unterdrückung“. Un-terdrücken Sie Ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle übermäßig, um es anderen recht zu machen? Dann neigen Sie zu einem Helfersyndrom, und sind gefährdeter, als der gesellschaftliche Durchschnitt, ein Burnout zu entwickeln. Von einem Burnout spricht man vorwiegend im Zusam-menhang mit der beruflichen Tätigkeit. Lange litten an einem Burnout hauptsächlich Menschen, die in sozialen Berufen tätig waren (Krankenschwestern, Lehrer, Ärzte, Sozialarbeiter, sowie Menschen, die lang anhaltende Belastungen in der Pflege und im häuslichen Bereich zu bewälti-gen hatten). Das führte oft schon von sich aus zu chronischem Stress. Wenn aber noch eine übermäßige „Selbst-Unterdrückung“ hinzukam, wurde aus chronischem Stress und Burnout eine Depression. Heute weiß man, dass in unserer wirtschaftlichen schlechten Zeit, jeder von einem Burnout betroffen sein kann.

Doch es gibt auch eine positive Entwicklung: Burnout und Depression sind heutzutage beide gleich gut zu beheben! Vorausgesetzt, dass man mit professioneller Hilfe (Verhaltenstherapie, Coaching, Entspannungstraining) unnötige Angst und Spannungen abbaut, sowie gewisse Denk- und Verhaltensmuster ändert und „um trainiert“.

Training mit fund@mentals: Wir bieten ein zusammengestelltes Trainingsprogramm auf CD, das in Stresssituationen angewendet werden kann und Sie unterstützt, besser und effektiver zu entspannen. Des Weiteren hilft es Ihnen, mit bewältigenden „Minis“, also positiven, selbstfördern-den Gedanken, Sie aufbauen, und zu lernen die Spannung zu kontrollieren. Sie werden sie da-durch sogar oft so regulieren können, dass die Aufgaben die Sie bewältigen, Sie in Zukunft wieder bereichern werden!

(Fachartikel „Burnout - Plötzlich ist es da, aber woher kommt es?“, Dr. Heraldo Haberl, Olching bei München, August 2010)
   

 
 
     
   
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