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Angststörung

Unter Angststörungen versteht man die Angst, die unbegründet ist. Angst ist zunächst eine positive Reaktion unseres Körpers, die uns vor Gefahren schützt. Bei einer Angststörung gerät die Angst außer Kontrolle. Betroffene meiden zunehmend Situationen, die zum Alltag gehören und die sie zuvor erleben konnten, ohne überhaupt darüber nachgedacht zu haben.
 
Zu den Klassifizierungen der Angststörung zählt man einzelne Phobien (Flugangst, Höhenangst, Tierangst), die Agoraphobie (z.B. Angst vor Menschenmengen), die Panikstörung (Episoden intensivster Angst), ebenso wie die Generalisierte Angststörung (anhaltende Ängste und Besorgtheit über verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens).
 
 
   
   

Inhaltsverzeichnis

Angststörung
Labyrinth Angst
Was passiert bei einer Angststörung?
Angststörung - Ursachen
Angststörung - Symptome
Angststörung - Hilfe bei Angst und Selbsthilfe
   

   

Labyrinth Angst

   

   

Was passiert bei einer Angststörung?

Bei einer potentiellen Gefahr aktiviert unser Mandelkern die biologische Stressreaktion, durch die das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet wird. Gleichzeitig wird das Herz-Kreislauf-System alarmiert. Unser Körper ist jetzt bereit für Flucht oder Kampf und arbeitet auf „Hochtouren“. Während einer Angststörung stuft das limbische System (der Teil des Gehirns, der unter anderem Emotionen steuert) die Angst wesentlich höher ein als tatsächlich angemessen. Die Angst manifestiert sich und überträgt sich von einer Situation auf zig neue.
   

   

Angststörung - Ursachen

Ursachen für die Angststörung können unterschiedlich sein. Zu ihnen zählen
  • einschneidende Angst-Erlebnisse
  • andauernde, oft unterschwellige Stress-Belastung
  • genetische Veranlagung
  • ungünstig erlernte, ängstliche Verhaltensmuster
  • Veränderungen im vegetativen Nervensystem
  • Ungleichgewicht der Neurotransmitter im Gehirn
  • Stoffwechselstörungen (Überfunktion der Schilddrüse)
  • Suchtmittel
  • Umweltfaktoren
   

   

Angststörung - Symptome

  • Herzklopfen und Pulsbeschleunigung
  • Schweißausbrüche und Zittern
  • Mundtrockenheit, Sprachschwierigkeiten
  • Schwindel, Benommenheit, Schwächegefühle
  • Kribbeln oder Taubheit in Körperteilen
  • Beklemmungsgefühl, Brustschmerzen, Atembeschwerden
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Angst die Kontrolle zu verlieren
  • Bewusstseinsstörungen wie beispielsweise „das Gefühl, verrückt zu werden“, „das Gefühl, dass Dinge unwirklich sind“ oder „die Angst zu sterben“
   

   

Angststörung - Hilfe bei Angst und Selbsthilfe

Angst ist besiegbar! Und das Positivste hieran ist: Besiegen Sie eine Angst, überträgt sich das Muster in Ihrem Gehirn und Sie haben gleichzeitig drei weitere Ängste bewältigt.

Bei einer starken Angststörung zeigt eine Verhaltenstherapie Betroffenen neue Wege. Unter extrem belastenden Umständen können kurzzeitig angstlösende Medikamente verschrieben werden.

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